Harn – und Stuhlinkontinenz sind keine Themen, über die viel gesprochen wird. Das Beckenbodenzentrum am AMEOS
Klinikum Halberstadt versteht seine Aufgabe deshalb auch darin, diese Themen mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu
bringen und Aufklärungsarbeit zu leisten. Denn zahlreiche Studien belegen eindeutig, dass vielen Menschen schneller und besser geholfen werden könnte, wenn sie sich nur vertrauensvoll an einen Arzt wenden würden.

Im Rahmen der weltweiten Inkontinenzwoche hatte das Beckenbodenzentrum des AMEOS Klinikums Halberstadt jetzt zu einem großen Informationstag eingeladen. Im Beckenbodenzentrum arbeiten die Fachbereiche für Urologie, Allgemeinchirurgie/Proktologie, Gynäkologie, Pädiatrie und Gastroenterologie eng zusammen. In kurzen Fachvorträgen stellten sich Spezialisten der einzelnen Disziplinen den Gästen vor. Außerdem konnten Interessierte an einer Führung durch ausgesuchte medizinische Funktionsbereiche teilnehmen und beispielsweise Untersuchungsräume näher kennenlernen. Ein persönlicher Dialog im Anschluss rundete den Nachmittag ab.

Überrascht waren die Besucher, wie viele Möglichkeiten der Behandlung am AMEOS Klinikum geboten werden. Grundsätzlich wird zunächst der Schwerpunkt auf einen konservativen das heißt nicht-operativen, Therapieansatz gelegt. 

Im April 2018 ist das bestehende Team eigens dafür um eine Urotherapeutin erweitert worden, die Schulungen zu Wahrnehmungs- und Verhaltenstherapie anbietet. In diesen lernt der Patient beispielsweise, dass ein hoher Konsum von Kaffee, Zitrusfrüchten und Alkohol zu vermehrtem Harndrang führt. Außerdem lernen die Patienten ihren Beckenboden besser spüren und zu aktivieren.