AMEOS Gruppe

Herz-, Kreislauf- und Gefäßmedizin

Aktuelle Besuchsregelung

Während der Corona-Pandemie gelten bestimmte Regeln für den Besuch in unserem Klinikum.

Unsere Fachleute sind stets für Sie da: von der Diagnostik bis zur Notfallbehandlung

Wir bieten Ihnen eine bestmögliche Rundumversorgung, wenn es um Kreislauf- und Gefäßerkrankungen geht. Mithilfe modernster medizintechnischer Diagnosegeräte gehen wir den Ursachen Ihrer Beschwerden auf den Grund und leiten schnellstmöglich die optimale Therapie für Sie ein. Dabei arbeiten wir eng mit einem interdisziplinären Team aus Medizin, Gesundheits- und Krankenpflege, Physiotherapie sowie Ernährungsberatung zusammen.

Diagnostik ohne Eingriffe

Profitieren Sie von unserem Fachwissen und unserer langjährigen Erfahrung. Wir stehen Ihnen zur Seite und begleiten Sie auf dem Weg zur Genesung. Um die körperliche und seelische Belastung für die uns anvertrauten Personen so gering wie möglich zu halten, greift unser Team aus Fachleuten – wenn möglich – zunächst auf nicht-invasive diagnostische Techniken zurück. Hierzu zählen etwa das Elektrokardiogramm (EKG) oder die Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie).

Das Ruhe-EKG, das Belastungs-EKG, die 24-Std.-Langzeit-EKG-Untersuchung sowie die 24-Std.-Blutdruckmessung gehören unverändert zur Basisdiagnostik der nicht-invasiven Kardiologie und geben bereits bei vielen kardiovaskulären Krankheitsbildern Aufschluss über eine zugrundeliegende kardiale Erkrankung, durchgemachte Herzinfarkte oder Herzrhythmusstörungen. Zudem bieten diese nicht-invasiven Untersuchungen die Möglichkeit, Behandlungen in ihrem Erfolg zu kontrollieren, wie z. B. mittels der Langzeit-EKG-Untersuchung bei Herzrhythmusstörungen sowie mittels der 24-Std.-Blutdruckmessung bei der Einstellung des Bluthochdruckes.

Die Echokardiographie zählt zu den wichtigsten nicht-invasiven bildgebenden Verfahren in der kardiologischen Diagnostik. Die Echokardiographie stellt die Basisdiagnostik zur Beurteilung der Größe des Herzens bzw. der Herzkammern, deren Pumpfunktion, regionaler Wandbewegungsstörungen als auch der Morphologie der Herzklappen sowie der Funktion der Herzklappen dar. Die Befundung und Dokumentation der Echokardiographie erfolgt digital mit integrierter Bildverarbeitung.

Der Klinik für Herz-, Kreislauf- und Gefäßmedizin am AMEOS Klinikum Mitte Bremerhaven steht ein modernes Echokardiographiegerät zur dreidimensionalen Darstellung des Herzen zur Verfügung. Hierdurch kann das Herz in seiner dreidimensionalen Struktur direkt dargestellt werden.

Die transoesophageale Echokardiographie, kurz TEE-Untersuchung, erfolgt mittels einer besonderen Ultraschallsonde, die in die Speiseröhre und zum Teil bis in den Magen vorgeschoben wird. Hierbei kann das Herz "von hinten" untersucht werden. Insbesondere morphologische Veränderungen an den Herzklappen oder auch der Nachweis von Blutgerinnsel im Herzen können mit dieser Methode deutlich besser als mit der transthorakalen Echokardiographie dargestellt werden. Daher ist diese Untersuchung, insbesondere bei Herzklappenerkrankungen, Herzklappenentzündungen (Endokarditis) und der Fragestellung von Ursachen von Schlaganfällen von entscheidender diagnostischer Wichtigkeit. Zudem können hier Defekte der Herzscheidewand nachgewiesen werden.

Die transoesophageale Echokardiographie dient zudem als bildgebendes Verfahren bei der Steuerung von Verschlußsystemen von Vorhofohr-Occludern, PFO- sowie ASD-Occludern.

Die Stressechokardiographie dient als Untersuchung zur Überprüfung von Herzfunktionen unter Belastung. Das Herz wird durch die Gabe von Medikamenten pharmakologisch in eine Belastungssituation versetzt. Hierdurch kann dann mittels der konventionellen Echokardiographie untersucht werden, wie sich die Herzfunktion in Belastungssituationen verändert. Daraus lassen sich Rückschlüsse ziehen, inwieweit in bestimmten Herzregionen eine Minderdurchblutung als Hinweis für eine relevante koronare Herzerkrankung besteht. Es können aber auch Rückschlüsse auf das Ausmaß einer Herzklappenerkrankung in Abhängigkeit von der Zunahme des Druckgradienten über der Herzklappe (Herzklappenstenose) bzw. des Rückflussvolumens über eine undichte Herzklappe (Herzklappeninsuffizienz) gezogen werden. 

Modernste Versorgung bei Herzinfarkt

Für die invasive Kreislauf- und Gefäßbehandlung steht ein professionell ausgestattetes Herzkatheterlabor zur Verfügung, das nach neuesten Kriterien geplant wurde und für eine optimale Bildqualität bei niedrigster Strahlenbelastung konzipiert ist. Das Team der Klinik für Herz-, Kreislauf- und Gefäßmedizin steht Betroffenen mit einem gesicherten oder vermuteten Herzinfarkt mit einer 24-Stunden-Herzkatheter-Bereitschaft rund um die Uhr zur Verfügung.

Bei einem Herzinfarkt bleibt das Herzmuskelgewebe ohne die nötige Sauerstoffversorgung nur kurze Zeit vital. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, die Blutversorgung schnellstmöglich wiederherzustellen. Da dies durch eine mechanische Wiedereröffnung des verschlossenen Gefäßes am schnellsten und effektivsten gelingt, ist die 24h-Bereitschaft für die Behandlung akuter Herzinfarkte eingerichtet worden.  

Unter der interventionellen Kardiologie versteht man alle Eingriffe am Herzen, die mittels Herzkatheter unter Röntgenkontrolle vorgenommen werden. Diese können sowohl von der Beinschlagader als auch von der Armschlagader durchgeführt werden. Nach Einsetzen einer kleinen Einführungsschleuse in die Schlagader unter lokaler Betäubung werden Katheter zum Herzen vorgeführt.

Mit verschiedenen Kathetertypen können die rechte und die linke Herzkranzarterie (Herzschlagader) aufgesucht werden. Unter der Verwendung von Kontrastmittel werden die Herzkranzgefäße unter Röntgenkontrolle dargestellt. Die linke Herzkammer kann ebenso wie die rechte Herzkammer mit verschiedenen Kathetern untersucht und mit Kontrastmittel dargestellt werden. Die alleinige Darstellung der Herzkranzgefäße und/oder der Herzkammer wird als "diagnostische Herzkatheteruntersuchung" bezeichnet.

Sie dient insbesondere der Klärung, inwieweit eine koronare Herzerkrankung vorliegt. Aber auch Herzklappenerkrankungen können hiermit diagnostiziert und quantifiziert werden. Eine koronare Herzerkrankung besteht dann, wenn eine oder mehrere der Herzkranzarterien verengt oder gar verschlossen sind. Die koronare Herzerkrankung ist die Ursache des Herzinfarktes und stellt unverändert die häufigste Todesursache in den Industrieländern dar.

Hierbei erfolgt die Untersuchung kardiovaskulärer und pulmonaler Krankheitsbilder mit Bestimmung der Blutdruckwerte im rechten Herzen und in der Lunge, der Gefäßwiderstände der Lungengefäße und des Herzzeitminutenvolumens in Ruhe und ggf. bei Belastung. Der Rechtsherzkatheter gibt dann Aufschlüsse über das Ausmaß von Klappenerkrankungen, der Leistungsfähigkeit des Herzens, aber auch Erkrankungen der Lungenstrombahn.

Nicht jede Einengung führt tatsächlich zu einer Minderdurchblutung des Herzmuskelgewebes. Auch ist die angiographische Darstellung mit Kontrastmittel und Röntgendurchleuchtung nicht bei allen Einengungen von Herzkranzgefäßen aussagekräftig genug. Zur Objektivierung der Relevanz einer Einengung der Herzkranzgefäße wird daher bei einem Teil der Betroffenen eine funktionelle Flussreserve bestimmt. Über einen speziellen Herzkatheterdraht, der in die Herzkranzarterie vorgeführt wird, kann nach Medikamentenbelastung der Betroffenen die funktionelle Relevanz der Einengung bestimmt werden. Dieses System der funktionellen Flussreservenbestimmung (FFR-Messung) ist im Herzkatheterlabor des RKZ implementiert. Hierdurch kann unterschieden werden, inwieweit eine Stenose (Gefäßeinengung) relevant für die Betroffenen ist, ob die Stenose mittels Aufdehnung und Implantation eines Stents behandelt werden muss oder ob die Stenose funktionell nicht so bedeutsam ist und eine medikamentöse Therapie ausreicht.

Mit Hilfe der OCT Technik (Optische Kohärenztomographie) können hochauflösende Bilder der konkreten Gefäßanatomie, der Gewebemikrostruktur erhoben und somit detaillierte Angabe zu den implantierten Stents gemacht werden. In Kombination mit der FFR-Messung kann man somit eine Aussage zur funktionellen Notwendigkeit der Maßnahme (FFR Messung) in Kombination mit einer detaillierten intrakoronaren Bildgebung (OCT) zur exakten Planung und Durchführung der Intervention treffen.

Stellt man bei einer "diagnostischen Herzkatheteruntersuchung" oder zusätzlich in der FFR-Untersuchung eine relevante Einengung einer Herzkranzarterie fest, erfolgt in der Regel innerhalb der gleichen Untersuchung eine Aufdehnungsbehandlung. Unter einer "Herzkatheterintervention" wird die Ballonaufdehnung, meistens gefolgt von einer Stent-Implantation (Implantation einer Gefäßstütze) im Bereich der verengten Herzkranzarterie verstanden. Der Dilatationskatheter wird mit leerem Ballon über einen dünnen Draht durch die Verengung der Herzkranzarterie geführt.

Der Ballon wird nachfolgend mit hohem Druck aufgeblasen und dehnt sich so auf einen Durchmesser von 2 – 4 mm je nach Größe des Gefäßes auf. Das Material des Ballons ist so beschaffen, dass es auch bei sehr hohem Druck nicht weiter nachgibt und der Durchmesser annähernd gleich bleibt. So wird gesichert, dass die Herzkranzarterie bei der Dilatation nicht platzt. Auf der anderen Seite sind die Ballons so flexibel, dass sie sich den Krümmungen der Gefäße anpassen. In der Regel erfolgt nachfolgend die Implantation eines Stens. Der Stent ist ein Gitter aus einer Metalllegierung, die auf einem entleerten Ballon montiert ist und sich beim Aufblasen mit dem Ballon entfaltet. Im Bereich der Gefäßeinengung wird der Ballon aufgeblasen und der Stent entfaltet.

Anschließend wird der Ballon wieder abgelassen und entfernt. Der Stent verbleibt nun in der Einengung und verhindert, dass sich das Gefäß wieder verengt.

Die ersten Stents waren reine Metall-Stents, sogenannte „Bare-metal“ Stents (BMS). Diese haben den Nachteil, dass es bei einem Teil der Betroffenen durch eine überschließende Wundheilung zu Wiedereinengungen in dem mit einem Stent versorgten Gefäßareal kommt. Daher wurden Stents entwickelt, die ein Medikament abgeben, das diese überschießende Wundheilung weitgehend unterbindet. Diese „Drug-eluting“ Stents (DES) werden deutschlandweit in einem hohen Prozentsatz eingesetzt. Der Nachteil dieser modernen Drug-eluting Stents ist jedoch, dass eine verlängerte Blutverdünnung mit Blutplättchenhemmern im Vergleich zu Bare-metal Stents notwendig ist. Daher werden bei Betroffenen mit einem erhöhten Blutungsrisiko oder bereits bestehender Notwendigkeit zu einer Blutverdünnung bei einer künstlichen Herzklappe oder Vorhofflimmern noch unverändert Bare-metal Stents eingesetzt.

Kommt es innerhalb eines Stents zu einer erneuten Gefäßverengung zum Beispiel durch eine überschießende Wundheilung, kann zwar prinzipiell erneut ein Stent in den Stent gesetzt werden. Hier bietet sich jedoch die sinnvolle Möglichkeit, einen medikamentenbeschichteten Ballon (Drug-eluting Balloon: DEB) zu verwenden. Über diesen Ballon wird das Medikament an den alten, bereits vor einiger Zeit implantierten Stent übertragen, so dass die erneute Wiedereinengung in diesem Gefäßsegment weitgehend verhindert wird, ohne dass ein erneuter Stent implantiert werden muss.

Ursache eines Herzinfarktes ist in der Regel der akute Verschluss eines der drei Herzkranzgefäße. Je schneller das Herzkranzgefäß wiedereröffnet werden kann, desto besser ist die Überlebenswahrscheinlichkeit der Betroffenen und umso geringer ist der Schaden für das Herz. Daher ist es bei einem Herzinfarkt wichtig, dass die Betroffenen bei Auftreten der typischen Symptome eines Herzinfarktes unverzüglich den Rettungsdienst ruft und so schnell wie möglich einer Herzkatheteruntersuchung zugeführt wird.

Dabei wird mittels eines dünnen Drahtes (Mandrin) der Verschluss des Gefäßes passiert und über den Mandrin ein Absaugkatheter vorgeführt (Thrombusaspiration). Danach ist die Arterie in aller Regel wieder gut durchgängig; es verbleibt häufig aber noch die zugrundeliegende Läsion und Einengung des Gefäßes.

Daher wird nachfolgend in der Regel eine Ballondilatation (PTCA) durchgeführt. Um das Ergebnis weiter zu verbessern, wird abschließend ein Stent implantiert, der die Arterien nach der Dilatation aktiv offen halten soll.

Perikardpunktionen sind bei Ergüssen im Bereich des Herzbeutels (Perikard) entweder zur Entlastung notwendig oder erfolgen zum Teil auch zu diagnostischen Zwecken. Die durch die Perikardpunktion gewonnene Perikardflüssigkeit wird laborchemisch, mikrobiologisch und zytologisch aufgearbeitet, so dass hierüber Aufschlüsse über die Erkrankung gewonnen werden können.

Beste Medizin für Ihre Gefäße

Die Angiologie (Gefäßheilkunde) umfasst die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Arterien, Venen und Lymphgefäßen. Sie ist integraler Bestandteil unserer Klinik.

Unser professionelles Team bietet Ihnen eine umfassende medizinische Versorgung auf höchstem Niveau.

Leitung

Dr. med.

Wolfgang Dausch

Chefarzt der Klinik für Herz-, Kreislauf- und Gefäßmedizin

Maryam Ayati

Oberärztin der Klinik für Herz-, Kreislauf- und Gefäßmedizin

Ayman Hamed

Oberarzt der Klinik für Herz-, Kreislauf- und Gefäßmedizin

Wadie Mansour

Oberarzt der Klinik für Herz-, Kreislauf- und Gefäßmedizin

Miguel Angel Medina Vega

Oberarzt der Klinik für Herz-, Kreislauf- und Gefäßmedizin

Nader Servati

Oberarzt der Klinik für Herz-, Kreislauf- und Gefäßmedizin
Herz-, Kreislauf- und Gefäßmedizin

Sekretariat

Tanja Wintz


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