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AMEOS Medizinforum: Schmerzende Beine – moderne Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten
Schmerzende, schwere oder kribbelnde Beine gehören zu den häufigen Beschwerden, mit denen Patientinnen und Patienten ärztliche Hilfe suchen. Die Ursachen können dabei sehr unterschiedlich sein – und liegen nicht immer dort, wo die Schmerzen gespürt werden. Über moderne Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten informieren Prof. Dr. Markus Quante, Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie mit Skoliosezentrum, sowie die beiden Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. Shari Barati und Dr. Hakan Tokat im Medizinforum am 28. Mai um 18:00 Uhr in der Cafeteria im AMEOS Klinikum Eutin.
Viele Betroffene vermuten hinter Beinschmerzen zunächst Durchblutungsstörungen. Tatsächlich können verengte oder verschlossene Blutgefäße dazu führen, dass Muskeln und Gewebe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Typische Beschwerden sind belastungsabhängige Schmerzen, die beim Gehen auftreten und sich in Ruhe wieder bessern. In solchen Fällen sprechen Gefäßspezialistinnen und -spezialisten von einer peripheren arteriellen Verschluss-krankheit, die heute häufig mit modernen, schonenden Verfahren behandelt werden kann.
Doch nicht immer liegt die Ursache im Gefäßsystem. Auch Erkrankungen der Wirbelsäule oder des Nervensystems können Schmerzen in den Beinen auslösen. Verschleißveränderungen an der Wirbelsäule, Bandscheibenvorfälle oder Einengungen von Nervenkanälen können Nerven reizen oder einklemmen. Die Folge sind ebenfalls Schmerzen, Taubheitsgefühle oder Kribbeln, die häufig bis in die Beine ausstrahlen. Diese Beschwerden werden von Patientinnen und Patienten oft als besonders belastend erlebt – vor allem dann, wenn sie dauerhaft bestehen bleiben.
Wenn trotz Behandlung der Grunderkrankung chronische Schmerzen bestehen bleiben, kann eine moderne Therapieform helfen: die Neuromodulation. Dabei werden gezielt elektrische Impulse eingesetzt, um die Schmerzverarbeitung im Nervensystem zu beeinflussen. Vereinfacht gesagt werden Schmerzsignale abgeschwächt oder überlagert, sodass sie vom Gehirn weniger stark wahrgenommen werden. Diese Methode wird seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt und kann sowohl bei nervenbedingten Schmerzen als auch bei bestimmten, gefäßbedingten chronischen Schmerzen eine wirksame Behandlungsoption darstellen.
„Viele Patientinnen und Patienten leiden über Jahre unter starken Beinschmerzen, obwohl bereits unterschiedliche Therapien durchgeführt wurden. Die Neuromodulation eröffnet hier oft neue Möglichkeiten. Bei unserem Medizinforum möchten wir anschaulich erklären, wie diese Therapie funktioniert, für wen sie geeignet ist und wie eine Behandlung konkret abläuft“, sagt Dr. med. Shari Barati, Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie in der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie. „Uns ist wichtig, Betroffenen verständliche Informationen zu geben und ihnen Perspektiven aufzuzeigen.“
Programm:
Moderation und Einführung – Prof. Dr. Markus Quante, Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie mit Skoliosezentrum
- Modernste Chirurgie an der Wirbelsäule mit „Schlüssellochtechnik“ – Dr. Hakan Tokat, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
- Was ist Neuromodulation und wem kann die Therapie helfen? – Dr. Shari Barati, Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie.
Im Anschluss besteht ausreichend Gelegenheit, individuelle Fragen an die Fachärzte zu stellen.
Die Veranstaltung kann ohne Anmeldung und kostenfrei besucht werden.