Vergesslichkeit, Orientierungsschwierigkeiten oder Veränderungen im Verhalten können viele Ursachen haben. Wenn solche Beschwerden zunehmen und den Alltag beeinträchtigen, kann eine Demenzerkrankung dahinterstecken. Die häufigste Form ist die Alzheimer-Krankheit.

Die Woche der Demenz, beginnend mit dem Welt-Alzheimertag, rückt die Erkrankung und die Situation von Betroffenen und ihren Angehörigen in den Mittelpunkt. Eine Demenzerkrankung ist nie nur für die betroffene Person eine Herausforderung: Auch Angehörige und das soziale Umfeld sind häufig mit Veränderungen und neuen Belastungen konfrontiert.

Individuelle Unterstützung in jeder Phase der Erkrankung
Die AMEOS Klinika Neustadt, Heiligenhafen, Lübeck und Preetz bieten ein umfassendes gerontopsychiatrisches Versorgungsspektrum. Dazu gehören – abhängig vom Standort – diagnostische Angebote, stationäre und teilstationäre Behandlungen sowie ambulante Unterstützung.

Ein besonderes Angebot in Schleswig-Holstein ist die gerontopsychiatrische Tagesklinik am AMEOS Klinikum Lübeck. Sie ermöglicht eine intensive Behandlung bei gleichzeitigem Verbleib im gewohnten häuslichen Umfeld. Das Angebot richtet sich unter anderem an Menschen mit beginnender Demenz sowie an Patientinnen und Patienten, bei denen eine mögliche Demenzerkrankung diagnostisch abgeklärt werden soll.

An allen vier Standorten werden Menschen mit Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen stationär behandelt. Im Mittelpunkt stehen neben der Erkrankung und ihren Symptomen auch der Erhalt vorhandener Fähigkeiten, Selbstständigkeit und Teilhabe. Je nach individuellem Bedarf kommen unter anderem Gedächtnis- und Konzentrationstraining, Ergotherapie, Bewegungstherapie, Biographie- und Alltagstraining sowie weitere medizinische und therapeutische Angebote zum Einsatz.

„Eine Demenzerkrankung betrifft immer den ganzen Menschen – und häufig auch das gesamte familiäre Umfeld. Deshalb ist es wichtig, nicht nur auf die Erkrankung zu schauen, sondern auf die individuellen Bedürfnisse, Fähigkeiten und die Lebenssituation der Betroffenen. Unser Ziel ist es, Menschen auch in schwierigen Phasen Sicherheit zu geben, vorhandene Ressourcen zu stärken und gemeinsam mit ihnen und ihren Angehörigen Perspektiven für den weiteren Alltag zu entwickeln“, so Arno Range, Oberarzt des Gerontopsychiatrischen Zentrums am AMEOS Klinikum Lübeck.

Frühzeitig Hilfe suchen
Wer bei sich selbst oder einem Angehörigen wiederkehrende Gedächtnis-, Orientierungs- oder Sprachprobleme feststellt, sollte diese ärztlich abklären lassen. Eine frühzeitige Diagnostik kann helfen, behandelbare Ursachen auszuschließen, eine mögliche Demenzerkrankung einzuordnen und gemeinsam passende weitere Schritte zu planen.

In den Gedächtnissprechstunden der AMEOS Klinika Lübeck und Heiligenhafen werden Beschwerden gezielt untersucht, mögliche Ursachen abgeklärt und weitere Behandlungsschritte besprochen. Im AMEOS Klinikum Preetz wurden zudem ambulante Vorgespräche neu etabliert. Sie dienen dazu, die Dringlichkeit einer möglichen stationären Behandlung einzuschätzen und gemeinsam den weiteren Behandlungsweg zu planen.


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