Mit einer würdevollen Gedenkveranstaltung erinnerten die AMEOS Einrichtungen Neustadt anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 30. Januar an die Verbrechen dieser Zeit und ihre Opfer. In einem bewegenden Gottesdienst, gehalten von Pastorin Luise Müller-Busse, wurde an das Leid erinnert, das auch vor den Türen der damaligen Heil- und Pflegeanstalt in Neustadt nicht Halt machte. In ihrer Ansprache betonte die Pastorin: „Je genauer wir uns erinnern, desto besser können wir verhindern, dass solche Taten wieder geschehen.“
Im Anschluss an den Gottesdienst versammelten sich die Anwesenden, darunter Heinrich Holtfester, Bürgervorsteher der Stadt Neustadt i.H., Mitarbeitende der AMEOS Einrichtungen sowie Bewohner und Patienten, zu einer Kranzniederlegung an den drei Gedenkstelen neben dem Klinikgebäude. Auf dem Mahnmal sind die Namen von 931 Patientinnen und Patienten zu lesen, die von der damaligen Heil- und Pflegeanstalt in andere Anstalten deportiert und dort ermordet wurden.
In seiner Ansprache vor dem Mahnmal unterstrich Dr. Daniel Ehmke, Ärztlicher Direktor der AMEOS Klinika Neustadt und Eutin, die Verantwortung, die aus der Geschichte erwächst: „Heute ist das Klinikum ein Ort der Menschlichkeit, Heilung und Pflege. Doch die Geschichte lehrt uns. Die 931 Namen – und damit 931 Einzelschicksale – auf diesen Stelen sind eine Mahnung an uns alle: Die Würde des Menschen, eines jeden Menschen, ist unantastbar. Erinnern ist kein passiver Zustand, sondern aktiver Widerstand gegen Gleichgültigkeit.“
Die Gedenkfeier endete mit einer Schweigeminute, während weiße Rosen symbolisch an den Gedenkstelen niedergelegt wurden. Das Mahnmal, mit der Inschrift „Den Toten zum Gedächtnis. Den Lebenden zur Mahnung“, erinnert eindrücklich an die Opfer und daran, nie die Lehren der Geschichte zu vergessen.
Auch in den AMEOS Einrichtungen Heiligenhafen wurde der Opfer des Nationalsozialismus gedacht: Dort fand am Sonntag, dem 1. Februar, im Rahmen eines Gottesdienstes eine Kranzniederlegung statt.
