Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland, und doch sind die Heilungschancen bei frühzeitiger Diagnose ausgesprochen gut. Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar 2026 rückt das AMEOS Klinikum Bremerhaven die Bedeutung von Vorsorge, moderner Diagnostik und einer interdisziplinär abgestimmten Behandlung in den Fokus. Zugleich steht am Standort ein besonderes Jubiläum an: Seit 15 Jahren wird in der interdisziplinären Tumorkonferenz die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Darmkrebs kontinuierlich weiterentwickelt.

Die interdisziplinäre Tumorkonferenz ist ein zentraler Baustein in der Behandlung von Darmkrebspatientinnen und –patienten am AMEOS Klinikum Bremerhaven. Seit 2011 treffen sich einmal wöchentlich Fachärztinnen und –ärzte aus den Bereichen Gastroenterologie, Chirurgie, Radiologie, Strahlentherapie, Pathologie und Onkologie, um gemeinsam auf Grundlage aller Untersuchungsergebnisse die Diagnostik und Therapie onkologischer Erkrankungen optimal abzustimmen. Immer im Mittelpunkt stehen dabei die aktuellen Leitlinien, an denen sich alle Beteiligten orientieren. Besonderheit der Konferenz: Neben den Fachdisziplinen des AMEOS Klinikums sind auch Expertinnen und Experten aus anderen Bremerhavener Krankenhäusern sowie aus niedergelassenen Praxen vertreten. „Gerade dieser offene, fachübergreifende Austausch ist ein großer Gewinn für unsere Patientinnen und Patienten“, betont Dr. Schulze, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. „Wenn unterschiedliche Perspektiven aus Klinik und ambulanter Versorgung zusammenkommen, entstehen besonders fundierte und ausgewogene Therapieempfehlungen.“

Damit die Tumorkonferenz gesicherte Entscheidungen treffen kann, ist eine präzise Diagnostik entscheidend. Eine zentrale Rolle übernimmt hierbei die Klinik für Gastroenterologie und Stoffwechsel unter der Leitung von Dr. med. Duried Al-Rubaii. Die gastroenterologische Expertise am Standort deckt das gesamte Spektrum moderner Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes ab. Dazu zählen insbesondere Vorsorge- und Abklärungskoloskopien sowie moderne endoskopische Verfahren, mit denen Krebsvorstufen frühzeitig erkannt und oft bereits im gleichen Schritt behandelt werden können. „Die Darmspiegelung ist ein zentrales Instrument der Darmkrebsvorsorge. Sie ermöglicht es, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und häufig noch vor der Entstehung eines bösartigen Tumors zu entfernen“, erklärt Dr. Al-Rubaii.

Ergänzt wird dieses Leistungsspektrum durch die große chirurgische Erfahrung der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Dr. Schulze ist seit vielen Jahren ein verlässlicher Ansprechpartner für Patientinnen und Patienten mit Darmkrebs in Bremerhaven und der Region. Als erfahrener Viszeralchirurg verfügt er über umfassende Expertise in der operativen Behandlung von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und legt dabei einen großen Schwerpunkt auf den Einsatz minimal-invasiver Operationsverfahren. „Die chirurgische Therapie von Darmkrebs ist heute hochindividualisiert. Entscheidend ist, für jede Patientin und jeden Patienten das jeweils geeignete operative Verfahren zu wählen und dieses eng mit den weiteren Therapieschritten abzustimmen“, so Dr. Schulze. Die seit vielen Jahren etablierte Tumorkonferenz sorgt dabei für kurze Abstimmungswege und einen umfassenden fachlichen Austausch zwischen den einzelnen Fachabteilungen – von der Vorsorge über die Diagnostik bis hin zur Therapie und Nachsorge profitieren die Patientinnen und Patienten unmittelbar.

Der Weltkrebstag soll dazu ermutigen, das Thema Darmkrebs offen anzusprechen und Vorsorgeangebote wahrzunehmen. „Früherkennung rettet Leben“, betont Dr. Al-Rubaii. „Gemeinsam möchten wir den Menschen die Angst vor der Untersuchung nehmen und zeigen, dass sie im Ernstfall auf eine breite fachliche Expertise und ein vernetztes, interdisziplinäres Team vertrauen können.“