Seit April gehören die Hebammen fest zum Team des AMEOS Klinikums Eutin. Zuvor arbeiteten sie als selbstständige Beleghebammen. Drei Monate später fällt die Bilanz positiv aus: Seit ihrer Integration haben sie bereits 180 Geburten begleitet. Die Zusammenarbeit ist enger geworden und die Hebammen können sich noch stärker auf das konzentrieren, was ihnen besonders wichtig ist, die Begleitung von Familien rund um die Geburt.
Auslöser für die Veränderung waren neue gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Beleghebammen. Mit dem neuen Hebammenhilfevertrag haben sich die Bedingungen für dieses Modell bundesweit verändert. Gemeinsam mit dem Hebammenteam entschied sich das Klinikum deshalb für einen neuen Weg: Seit April arbeiten die Hebammen als fest angestellte Kolleginnen im AMEOS Klinikum Eutin. „Unser Ziel war von Anfang an klar: Wir wollten die Geburtshilfe in Eutin nachhaltig sichern und gemeinsam weiterentwickeln“, sagt Lena Radtke, Krankenhausdirektorin der AMEOS Klinika Eutin, Oldenburg, Middelburg und Fehmarn. „Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass dieser Weg richtig war. Die Zusammenarbeit ist noch enger geworden und wir schaffen gleichzeitig die Voraussetzungen, um die Geburtshilfe in der Region langfristig zu stärken.“
Auch für die Hebammen selbst hat sich der Arbeitsalltag verändert. „Die Betreuung der Frauen und Familien steht für uns nach wie vor im Mittelpunkt. Gleichzeitig sind Abläufe und Zuständigkeiten klarer geworden, weil wir jetzt alle Teil derselben Struktur sind“, sagt Christina Fürst, Hebamme in Leitungsfunktion im AMEOS Klinikum Eutin. „Heute können wir uns noch stärker auf die Familien konzentrieren und erleben die Zusammenarbeit im Team als sehr positiv.“
Ein besonderes Angebot ist die individuelle Hebammensprechstunde. Hier nehmen sich die Hebammen Zeit für persönliche Fragen, Sorgen und Wünsche rund um Schwangerschaft und Geburt. Viele werdende Eltern nutzen die Möglichkeit, das Team bereits vor der Entbindung kennenzulernen und sich individuell beraten zu lassen. Neben der Hebammenbegleitung rund um die Uhr stehen unter anderem Familienzimmer, verschiedene Möglichkeiten der Geburtsunterstützung, Still- und Laktationsberatung sowie Informationsabende für werdende Eltern zur Verfügung. Der Perinatale Schwerpunkt und die angeschlossene Neugeborenen-Intensivstation gewährleisten zudem eine umfassende Versorgung von Mutter und Kind.
Für die Hebammen steht fest: Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass der gemeinsame Weg funktioniert. Die Integration schafft Verlässlichkeit für das Team und trägt dazu bei, die Geburtshilfe in der Region langfristig zu sichern.
