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AMEOS Gruppe

Adipositas-Zentrum Weser

Der Weg in ein leichteres Leben

Im Adipositas-Zentrum Weser behandeln wir Patientinnen und Patienten, bei denen krankhaftes Übergewicht (Adipositas) diagnostiziert wurde, das einer medizinischen Behandlung bedarf. Je nach Ausmaß des Übergewichts, Ihrer Gesundheit und Krankengeschichte bieten wir am AMEOS Klinikum Bremerhaven konservative sowie chirurgische Behandlungsmöglichkeiten an.

Die konservative Therapie erfolgt ambulant und umfasst u. a. Ernährungsberatung, Bewegungstherapie und Verhaltenstraining. Bei operativen Eingriffe zur Gewichtsreduktion, sogenannte bariatrische Eingriffe, wie z. B. eine Magenverkleinerung, ist ein stationärer Aufenthalt erforderlich. Ziel ist eine nachhaltige Gewichtsreduktion, um Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck zu vermeiden oder zu verbessern.

Eine bariatrische Operation ist dabei Teil eines strukturierten, interdisziplinären Behandlungskonzeptes mit:

  • Ärztlicher Spezialsprechstunde

  • Ernährungsmedizinischer Begleitung

  • Psychologischer Mitbetreuung

  • Strukturierter Nachsorge

  • Unterstützung bei der Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Unser erfahrenes Team des Adipositas-Zentrums Weser begleitet Sie dabei kompetent und einfühlsam. Gerne beraten wir Sie persönlich in unserer Spezialsprechstunde für bariatrische Chirurgie. Bitte vereinbaren Sie einen Termin über unser Sekretariat. 

Unser Leistungsangebot

Vor einer möglichen bariatrischen Operation erfolgt ein ambulantes Erstgespräch in unserer Adipositas-Sprechstunde. Dabei werden Sie ausführlich beraten und in das Multimodale Konzept (MMK) eingebunden - ein von Leitlinien empfohlenes, konservatives Therapieverfahren, das vor einer Operation verpflichtend ist.

Das MMK umfasst die drei Bausteine:

  • Ernährungsberatung
  • Verhaltenstherapie
  • Bewegungstherapie

Dieser ganzheitliche Ansatz bedarf einer engen Zusammenarbeit zwischen Ernährungsmedizinern psychosomatisch tätigen Ärztinnen, Ärzten, Psychologinnen, Psychologen, Ernährungs- und Bewegungstherapeutinnen und -therapeuten – und der Mitwirkung des Patienten. Die drei Bestandteile des Konzeptes – Ernährungstherapie, Bewegungstherapie und psychosomatische Mitbehandlung – bestehen bevorzugt aus Einzelgesprächen und zum andern aus Einzelgesprächen. Das Programm dauert bei einem BMI unter 50 sechs Monate und bei einem BMI über 50 drei Monate. Es richtet sich nach den anerkannten Leitlinien der Deutschen Adipositas-Gesellschaft sowie den medizinischen Fachgesellschaften und der Krankenkassen. Die Teilnahme an dem multimodalen Programm ist eine Voraussetzung für die Kostenübernahme einer chirurgischen Adipositas-Operation durch die Krankenkassen.

Ob sich eine chirurgische Therapie für einen Patienten eignet, begutachtet und bespricht ein spezialisiertes Adipositas-Team aus der Adipositaschirurgie, der Gastroenterologie, der Endokrinologie, der Ernährungsberatung, der Psychologie bzw. Psychiatrie sowie ggf. Bariatric-Nurses (Pflegeexpertinnen und -experten für übergewichtige Menschen) gemeinsam. Als Auswahlkriterium für eine operative Behandlung der Adipositas werden von der Deutschen Gesellschaft für Adipositas und der International Federation for the Surgery of Obesity (IFSO) folgende Voraussetzungen gefordert:
 

  1. Bodymass-Index > 40 kg/m²
  2. Bodymass-Index > 35 kg/m² + Begleiterkrankungen
  3. Adipositas länger als 5 Jahre bestehend
  4. Ausschluss von Stoffwechselerkrankungen
  5. Ausschluss instabiler psychiatrischer Erkrankungen, Alkoholmissbrauch (Alkoholabusus) und Drogenkonsum
  6. Kooperationsfähigkeit des Patienten
  7. Vertretbares Operationsrisiko

Nach einer Entscheidung für eine Eignung, der sog. Indikationsstellung, wird das mögliche Operationsverfahren mit dem Patienten zusammen erarbeitet. Die Adipositas-Chirurgie stellt keinesfalls für alle Patienten das Therapieverfahren der Wahl dar.

Die Entscheidung für oder gegen eine operative Therapie wird für jeden Patienten von einem spezialisierten Adipositas-Team geprüft. Es wird individuell die geeignete Therapie empfohlen. Dabei wird auch überprüft, ob vor der geplanten OP ein Magenballon implantiert werden kann. Das durchgeführte Operationsverfahren im Adipositas-Zentrum Weser ist ausschließlich die minimalinvasive Schlüssellochtechnik (laparoskopisch).

Für alle OP-Methoden gilt: Voraussetzung für ein erfolgreiches und beständiges Abnehmen ist eine dauerhafte Ernährungsumstellung und gleichzeitig eine sportliche Betätigung, beispielsweise durch Schwimmen, Fahrradfahren, Walking oder Training im Fitness-Studio. 

Diese Verfahren stehen am AMEOS Klinikum Bremerhaven zur Verfügung:

  • Schlauchmagen (Sleeve-Gastrektomie)

  • Magenbypass (Roux-en-Y-Bypass)

  • Omega-Loop-Bypass

  • SASI- und SADI-Verfahren

  • Umbauoperationen

  • Revisions- und Korrekturoperationen

Warum ist Nachsorge so wichtig?

Eine langfristig erfolgreiche Therapie hängt wesentlich von einem kontinuierlichen Nachsorgeprogramm ab. Hierbei ist es wichtig, dass in enger Zusammenarbeit aller behandelnder Ärzte und Ernährungsberater der Verlauf der Erkrankung, der Ernährungsstatus des Patienten sowie alle Begleiterkrankungen engmaschig überwacht werden.

Bei jedem OP-Verfahren ist es erforderlich, dass lebenslang eine Nahrungsergänzung z. B. mit Vitaminen und Mineralien erfolgt. Dies wird begleitend zu der notwendigen Ernährungsumstellung bei den regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungsterminen überprüft und individuell angepasst. Die Nachsorgeuntersuchungstermine werden nach 1 Monat, 3 Monaten und 12 Monaten nach der Operation angeboten. 

 

Unser Team

Dr. med.
Jan Henrik Herrfurth

Chefarzt der Sektion für Bariatrische Chirurgie

Dr. med. univ.
Alexander Björn Stuflesser

Leiter der Sektion für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Andreas Henning

Ltd. Oberarzt der Sektion für Bariatrische Chirurgie

Mikayil Mammadli

Oberarzt der Sektion für Bariatrische Chirurgie

Sandra Schröder

Diätassistentin und Ernährungstherapeutin

Rykena Frauke

Diätassistentin