Am Holocaust-Gedenktag erinnerten über 70 Menschen im AMEOS Klinikum Ueckermünde an die Patientinnen und Patienten, die Opfer der nationalsozialistischen Ausgrenzungs- und Vernichtungssysteme geworden sind. Am Mahnmal „Verloren sein“ legten Abgeordnete der Stadt Ueckermünde und zahlreiche Mitarbeitende sowie Bewohnerinnen und Bewohner der AMEOS Einrichtungen Kränze und Blumen nieder.

Stephan Freitag, Mitglied des Vorstandes der AMEOS Gruppe, betonte in seiner Rede die Wichtigkeit der steten Aufarbeitung: „Lange Zeit wurde über diese Geschichte geschwiegen, oder sie wurde verdrängt, auch relativiert. Das liegt hinter uns. Denn wir haben als Träger des Klinikums die Verantwortung übernommen, diese Geschichte offen zu legen.“

Jette Wilhelm, Fabienne Schnuchel und Alexander Lieck, Pflege-Auszubildende der AMEOS Einrichtungen in Vorpommern, rahmten mit der Verlesung von Patientenschicksalen das Gedenken – stellvertretend für tausende andere unbekannte Patientinnen und Patienten, die in der Heilanstalt Ueckermünde entrechtet, gedemütigt, vernachlässigt und zigfach dem Tod überlassen wurden.

Erinnerung, so Freitag, bedeute nicht nur, zurückzublicken: „Erinnerung bedeutet, Haltung zu zeigen. Auch dann, wenn es unbequem ist oder auf Widerspruch stößt. Die Menschen, deren Namen wir heute gehört haben, mahnen uns dazu.“