Dr. Axel Paeger, Vorsitzender des Vorstandes und Gründer der AMEOS Gruppe: 

„Für die Gesundheitsversorgung im Bodenseekreis und der Region ist es elementar, dass sich der Kreistag für die medizinisch und im Übrigen auch wirtschaftlich beste Lösung entscheidet und damit die medizinische Versorgung zukunftsfähig für die Bürgerinnen und Bürger der Region gestaltet. Als Zeitungsleser wundere ich mich über viele Falschdarstellungen. Es stellt sich die Frage, wer hier an wen und aus welchem Grund falsch kommuniziert.“

Wir stellen richtig:

  • Die AMEOS Krankenhausgesellschaft Friedrichshafen ist kein kommerzieller Betreiber sondern ist gemeinnützig, wodurch im Rahmen von Leistungs- und Versorgungsverträgen auch Zahlungen der Zeppelin-Stiftung an AMEOS zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung erfolgen können. 
  • AMEOS wird sämtliche medizinische Fachgebiete am Klinikum Friedrichshafen erhalten und ausbauen.
  • Darüber hinaus wird AMEOS in Tettnang umfassende ambulante medizinische Angebote etablieren, damit die wohnortnahe Gesundheitsversorgung langfristig sicher ist. 
  • Die dynamisch wachsende Region Bodensee-Oberschwaben benötigt bei schon realisiertem und weiter voranschreitendem Wegfall stationärer Versorgungsstrukturen kleinerer Krankenhäuser zwei starke medizinische Versorger und keinen schleichenden, einseitigen Konzentrationsprozess zulasten des Klinikum Friedrichshafen, seiner Qualität, der regionalen Erreichbarkeit und der Krisenresilienz.

Die von der Oberschwabenklinik Ravensburg angekündigte Herabstufung des Klinikum Friedrichshafen zu einem Level-I-Krankenhaus führt zur Schliessung mehrerer Fachgebiete in Friedrichshafen.

Demgegenüber wird die AMEOS Gruppe das Klinikum Friedrichshafen als leistungsfähiges Level-II-Krankenhaus erhalten, es im Rahmen der Krankenhausreform gezielt stärken und zukunftsorientiert weiterentwickeln.

Die Menschen in der Region erwarten zurecht eine leistungsfähige, moderne und verlässliche Gesundheitsversorgung – und keine politische Entscheidung, die zu einer Schwächung des Standorts Friedrichshafen führt.

Dazu stellt Freddy Eppacher, Mitglied des Vorstandes, fest: „Stimmt der Kreistag einem Verkauf an die Oberschwabenklinik zu, wird dies für die Steuerzahler Mehrkosten in dreistelliger Millionenhöhe bedeuten – Geld, das an anderer Stelle schmerzlich fehlen wird: bei Schulen, Infrastruktur und den weiteren dringend notwendigen kommunalen Aufgaben.“

Eines muss klar gesagt werden: Der Abbau relevanter Fachabteilungen, wie beispielsweise der Urologie, wird im Falle einer dann zu erwartenden zweiten Insolvenz in wenigen Jahren zu einer Einstellung der medizinischen Versorgung in Friedrichshafen und Umgebung führen, da die verbliebenen Fachgebiete dann eigenständig nicht mehr tragfähig sind.   

Statt politischer Versuchsmodelle mit ungewissem Ausgang – welche andernorts bislang immer gescheitert sind – braucht es jetzt eine klare Besinnung auf Verantwortung, Stabilität und nachhaltig tragfähige Strukturen in der Gesundheitsversorgung.

Der Betrieb des Klinikum Friedrichshafen durch die AMEOS Gruppe sichert den Standort nachhaltig, die medizinische Versorgung langfristig, breit gefächert und bedarfsnotwendig und entwickelt die Versorgungsstrukturen in der Region zukunftsfähig. Die Integration in die AMEOS Gruppe mit mehr als 60 Standorten ermöglicht, die bestehenden Ressourcen effizient zu nutzen, medizinische Leistungen gezielt auszubauen und Investitionssicherheit für die kommenden Jahre zu schaffen.