AMEOS Gruppe

Suchtmedizin und Psychotherapie

Corona Hinweise

Am 14.04. haben wir unser Besuchsverbot gelockert. Besuche auf dem Gelände des AMEOS Klinikums Hildesheim sind wieder gestattet, in Innenräumen jedoch verboten. 

Im Zentrum für Suchtmedizin und Psychotherapie im AMEOS Klinikum Hildesheim werden Patientinnen und Patienten zwischen dem 18. und ca. 65. Lebensjahr behandelt, die unter einer substanzbezogenen Abhängigkeit leiden. Getrennt nach Alkohol-/Medikamentenmissbrauch und der Abhängigkeit von illegalen Drogen findet die Behandlung sowohl im offenen als auch im geschützten Rahmen statt.

Der suchtmedizinische Bereich arbeitet mit verschiedenen Therapieformen und -methoden. Die lösungsorientierte Beratung ist Basis für die gesamte Behandlung. Ein Schwerpunkt liegt bei der Motivation zu weiterführenden Maßnahmen, wie z.B. Langzeittherapie, ambulante Therapie, Intervalltherapie und Selbsthilfegruppe. Ein weiterer Kernbereich liegt in dem Wiedererlernen der sinnvollen Organisation des Tages- und Wochenablauf sowie der Freizeitgestaltung.

Die Dauer des Aufenthaltes im Bereich der „Alkoholentgiftung“ beträgt meist zwei Wochen. Von illegalen Drogen abhängige Patientinnen und Patienten werden in der Regel zwischen zwei und vier Wochen stationär behandelt. Das Zentrum für Suchtmedizin und Psychotherapie verfügt über stationäre Angebote sowie eine teilstationäre suchtmedizinische Tagesklinik. Die Möglichkeit der ambulanten Behandlung innerhalb der suchtmedizinischen Institutsambulanz rundet das Behandlungsangebot ab.

Zentrumsstruktur

Bereich S1 (Geschützter Entzug von Alkohol und Medikamenten)

Der Bereich S1 im Zentrum für Suchtmedizin und Psychotherapie ist ein geschlossener, vollstationärer Bereich für volljährige Patientinnen und Patienten bis zum 60. Lebensjahr. Das Behandlungsangebot beinhaltet unter anderem die Voll- und Teilentgiftung und richtet sich an Patientinnen und Patienten mit psychischen Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen sowie Patientinnen und Patienten mit chronischen Suchterkrankungen, Doppeldiagnosen und fortgeschrittenen hirnorganischen Wesensänderungen. Der Bereich S1 ist primär darauf ausgerichtet Menschen mit Suchterkankungen in akuten Krisen aufzufangen. Wir begegnen unseren Patientinnen und Patienten auf Augenhöhe und sprechen Behandlungsziele spwie den multiprofessionellen Behandlungsplan gemeinsam mit unseren Patientinnen und Patienten ab.

Ausstattung des Bereichs S1

  • 19 Behandlungsplätze
  • Gemütlicher Aufenthaltsbereich
  • barrierefreie und behindertengerechte Badezimmer
  • Bereichsinterner Ergotherapieraum

Behandlungsziele

  • Voll- und Teilentgiftung
  • Sicherung des Überlebens durch Reduktion des Konsums
  • Stabilisierung und Besserung des Gesundheitszustandes
  • Verbesserung der Lebensqualität durch die Stabilisierung des Gesundheitszustandes
  • Gesicherte Überleitung in eine Therapieeinrichtung
  • Rückkehr und Eingliederung in ein ambulant betreutes Wohnen und in das Arbeitsleben
  • Ambulante Nachbetreuung bzw. Weitervermittlung an externe Träger und Selbsthilfegruppen
Bereich S2 (Behandlung von psychotischen Störungen und Sucht)

Der Bereich S2 des Zentrums für Suchtmedizin und Psychotherapie unterteilt sich in einen vollstationären und teilstationären offenen Bereich. Es werden Patientinnen und Patienten mit Doppeldiagnosen wie Schizophrenie, schizoaffektiver oder drogeninduzierter Psychose mit begleitenden Suchtproblematiken behandelt. Ebenso ist der Bereich S2 auf Patientinnen und Patienten mit psychischen Verhaltensstörungen aufgrund von psychotropen Substanzen spezialisiert. Das besondere Programm GOAL (Gesund ohne Abhängigkeit leben) unterstützt Patientinnen und Patienten auf ihrem Weg in ein Leben ohne Suchterkrankungen.

Ausstattung des Bereich S2

  • 24 vollstationäre Behandlungsplätze sowie drei tagesklinische Betten
  • Vollstationär und Teilstationär

Behandlungsziele

  • Rückfallprävention
  • Suchtmittelfreie Lebensführung
  • Fähigkeiten und Skills gezielt einsetzen gegen den Suchtdruck
  • Förderung der Motivation zur Abstinenz
Bereich S3 (Entzug von illegalen Substanzen)

Der Bereich S3 im Zentrum für Suchtmedizin und Psychotherapie bietet einen qualifizierten Entzug von Patientinnen und Patienten mit Abhängigkeiten von illegalen Substanzen. Es handelt sich um einen offenen, vollstationären Bereich für volljährige Patientinnen und Patienten bis zum 60. Lebensjahr. Das Behandlungsangebot beinhaltet eine Voll- und Teilentgiftung von Patientinnen und Patienten mit psychischen Verhaltensstörungen durch illegale Substanzen wie z.B. Opiate, Kokain, Amphetamine und Cannabis sowie die Behandlung von komorbiden Störungen wie Angststörungen, AD(H)S und Traumafolgestörungen.

Ausstattung des Bereichs S3

  • 14 Behandlungsplätze
  • Einen gemütlichen Aufenthaltsraum
  • Terrasse und Innenhof mit Sitzmöglichkeiten
  • Barrierefrei

Behandlungsziele

  • Voll- und Teilentgiftung
  • Rückkehr und Eingliederung in eine gesicherte Substitution
  • Umstellung eines Substitutes
  • Verbesserung des somatischen Allgemeinzustandes
  • Gesicherte Überleitung in eine Therapieeinrichtung
  • Rückkehr und Eingliederung in ein betreutes Wohnen
  • Rückkehr und Eingliederung in das Arbeitsleben
  • Anbindung an das ambulante Suchthilfesystem

Die suchtmedizinische Tagesklinik ist eine teilstationäre Einrichtung zur Behandlung von Menschen mit einer Abhängigkeitsproblematik. Hier werden Patient*innen behandelt, die einer vollstationären Behandlung noch nicht oder nicht mehr bedürfen und für die eine ambulante Behandlung nicht ausreichend ist. Die suchtmedizinische Tagesklinik stellt eine besondere Behandlungsform dar, weil die Patient*innen sich tagsüber in der Tagesklinik aufhalten und abends, nachts sowie an Wochenenden und Feiertagen die erlernten Inhalte umsetzen und erproben können.

Die Behandlung in den Tageskliniken erfolgt durch ein multiprofessionelles Team aus Ärzt*innen, Psycholog*innen, Pflegefachmännern und Pflegefachfrauen, Sozialpädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Ergotherapeut*innen sowie Körper- und Physiotherapeut*innen.

Die Patient*innen unserer Tageskliniken können alle diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten des Krankenhauses nutzen.

Eine Tagesklinik ist die richtige Anlaufstelle, wenn:

  • die Symptome so stark ausgeprägt sind, dass eine ambulante Therapie nicht mehr ausreicht
  • die Symptome noch nicht so stark ausgeprägt sind, dass eine vollstationäre Behandlung notwendig ist
  • durch die teilstationäre Behandlung ein vollstationärer Krankenhausaufenthalt vermieden werden kann
  • Sie erhebliche Schwierigkeiten in der Lebensbewältigung haben
  • Ihre Tagesstruktur deutlich nachgelassen hat
  • Sie das Gefühl haben, nichts mehr zu schaffen
  • Sie sich massiv von anderen zurückziehen

Die Suchtmedizinische Psychiatrische Institutsambulanz behandelt Patient*innen, die wegen der Art, Schwere und/oder Dauer ihrer psychiatrischen Erkrankung auf ein spezifisches Angebot angewiesen sind (Grundlage § 118, Abs. 1 und 2, Satz 1, SGB V). Außerdem versorgen wir nach Terminabsprache Patient*innen, die kurzfristig oder notfallmäßig einer Behandlung bedürfen oder unmittelbar aus dem stationären psychiatrischen Bereich kommen, andere Behandlungsalternativen aber erst mittel- oder langfristig beginnen können.

Die Suchtmedizinische Institutsambulanz behandelt Patient*innen in Form von Kriseninterventionen, Gruppen und Einzeltherapien, ambulanten Entgiftungen, Behandlung von Alkoholfolgekrankheiten, Angststörungen und Depressionen, bei Menschen, die auf Grund ihrer Abhängigkeitserkrankung die Hilfe eines multiprofessionellen Teams benötigen.

Öffnungszeiten:
Mo bis Fr: 08:00 - 15:00 Uhr
und nach Vereinbarung 

Kontakt:
Tel.: 05121 103-7239

Kontakt

Dr. med.

Alexandra Zirk

Chefärztin und Leiterin Zentrum Suchtmedizin und Psychotherapie

Julia Even

Pflegerische Zentrumsleitung
Adresse:
AMEOS Klinikum Hildesheim
Goslarsche Landstr. 60
D-31135 Hildesheim
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