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AMEOS Gruppe

Schulterchirurgie und Schulterendoprothetik

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers – und gleichzeitig anfällig für Verschleiß, Verletzungen und Instabilitäten. Schulterschmerzen können die Beweglichkeit im Alltag stark einschränken, etwa beim Anheben des Arms oder bei Überkopfarbeiten.

In unserer Klinik für Orthopädie, Unfall- und Rheumachirurgie in Halberstadt behandeln wir Erkrankungen der Schulter mit modernen, individuell abgestimmten Verfahren – von konservativen Maßnahmen über arthroskopische Eingriffe bis hin zur Implantation von Schulterprothesen.

Häufige Erkrankungen der Schulter

Erkrankungen der Schulter können unterschiedliche Ursachen haben. Zu den häufigsten Krankheitsbildern gehören:

  • Riss der Rotatorenmanschette
  • Schulterarthrose (Omarthrose)
  • Schulterinstabilität und wiederholte Luxationen
  • Schleimbeutelentzündung (Bursitis)
  • Kalkschulter (Tendinitis calcarea)
  • Frakturen des Oberarmkopfes

Diese Erkrankungen führen häufig zu Schmerzen, Kraftverlust und Bewegungseinschränkungen. Ziel der Behandlung ist es, die Funktion der Schulter möglichst vollständig wiederherzustellen.

Wann ist eine Operation an der Schulter notwendig?

Viele Schulterbeschwerden lassen sich zunächst konservativ behandeln, beispielsweise durch Physiotherapie oder medikamentöse Therapie.

Ein operativer Eingriff kann notwendig werden, wenn:

  • Schmerzen dauerhaft bestehen
  • die Beweglichkeit deutlich eingeschränkt ist
  • Sehnenverletzungen oder Instabilitäten vorliegen
  • konservative Maßnahmen keine ausreichende Besserung bringen

Ziel der Operation ist es, Schmerzen zu reduzieren und die Funktion der Schulter wiederherzustellen.

Operative Behandlung der Schulter

Unsere Schwerpunkte

Wir bieten ein breites Spektrum an operativen Eingriffen an der Schulter:

  • Arthroskopische Rekonstruktion der Rotatorenmanschette
  • Entfernung entzündeter Schleimbeutel (Bursitis)
  • Arthroskopische Synovialektomie und Entfernung freier Gelenkkörper
  • Behandlung von Knorpelschäden
  • Wiederherstellung der Beweglichkeit (Arthrolyse)
  • Stabilisierung bei Schulterinstabilität und Luxationen
  • Frakturversorgung des Oberarmkopfes und der Gelenkpfanne
  • Korrekturosteotomien bei Fehlstellungen

Schulterendoprothetik (Gelenkersatz)

Wenn das Schultergelenk durch Arthrose, Frakturen oder entzündliche Erkrankungen stark geschädigt ist, kann ein Gelenkersatz erforderlich sein. Moderne Schulterprothesen ermöglichen in vielen Fällen eine deutliche Schmerzreduktion und Verbesserung der Beweglichkeit.

Zum Leistungsspektrum gehören:

  • Implantation von Schulterprothesen
  • Versorgung bei komplexen Frakturen
  • Prothesenwechsel bei Lockerung oder Verschleiß

Moderne Operationsverfahren

Viele Eingriffe an der Schulter können heute minimalinvasiv durchgeführt werden. Die Arthroskopie ermöglicht eine präzise Behandlung über kleine Zugänge und schont das umliegende Gewebe.

Zum Einsatz kommen unter anderem:

  • arthroskopische Operationsverfahren
  • moderne Naht- und Rekonstruktionstechniken
  • individuell angepasste Prothesensysteme

Besonderheiten unserer Klinik

Bei uns stehen ausreichend Zeit für Ihre Anliegen und sorgfältige Diagnosen im Mittelpunkt.

Ihre Vorteile in unserer Schulterchirurgie:

  • Hohe Spezialisierung in der Schulterchirurgie
  • Erfahrung in der Behandlung komplexer Sehnen- und Gelenkerkrankungen
  • Einsatz moderner arthroskopischer Verfahren
  • Individuelle Therapiekonzepte

Nachbehandlung und Mobilisation

Eine strukturierte Nachbehandlung ist entscheidend für den Behandlungserfolg. Durch gezielte physiotherapeutische Maßnahmen unterstützen wir die Wiederherstellung von Beweglichkeit, Kraft und Koordination der Schulter.

Kontakt und Terminvereinbarung

Die Abklärung Ihrer Beschwerden erfolgt in unseren spezialisierten Sprechstunden in der Praxis für Chirurgie im AMEOS Poliklinikum Halberstadt (Richard-Wagner-Str. 24, 38820 Halberstadt).

Robert Weber

Oberarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Rheumachirurgie
Dr. med.

Holger Skamel

Leitender Oberarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Rheumachirurgie

FAQs Schulter

Häufige Fragen zur Schulterchirurgie

Die Rotatorenmanschette besteht aus mehreren Sehnen, die das Schultergelenk stabilisieren und Bewegungen ermöglichen. Verschleiß oder Risse können zu Schmerzen und Funktionsverlust führen.

Ein Riss kann durch Verschleiß oder Verletzungen entstehen. Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen, kann die Sehne arthroskopisch rekonstruiert werden, um Funktion und Stabilität wiederherzustellen.

Die Arthroskopie ist ein minimalinvasives Verfahren, bei dem das Schultergelenk über kleine Schnitte mit einer Kamera untersucht und behandelt wird. Sie eignet sich unter anderem zur Behandlung von Sehnenverletzungen, Entzündungen oder Knorpelschäden.

Eine Schulterprothese wird eingesetzt, wenn das Gelenk durch Arthrose, Frakturen oder entzündliche Erkrankungen stark geschädigt ist und andere Therapien keine ausreichende Besserung bringen.

Dabei wird die entzündete Gelenkinnenhaut entfernt. Dieser Eingriff kann insbesondere bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen helfen, Schmerzen zu reduzieren und die Gelenkzerstörung zu verlangsamen.

Bei einer Instabilität kommt es wiederholt zu Ausrenkungen (Luxationen) der Schulter. Operative Stabilisationsverfahren können helfen, das Gelenk dauerhaft zu sichern.

Brüche im Bereich der Schulter werden je nach Ausmaß konservativ oder operativ behandelt. Ziel ist die Wiederherstellung der anatomischen Struktur und Funktion.

Die Dauer der Heilung hängt vom Eingriff ab. Nach arthroskopischen Eingriffen ist häufig eine schnellere Mobilisation möglich, während nach komplexen Rekonstruktionen eine längere physiotherapeutische Nachbehandlung erforderlich ist.

Typisch sind Schmerzen beim Anheben des Arms, insbesondere über Kopf, sowie nächtliche Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Schulter.