Pflegeattraktiv
Gemeinsam Pflege gestalten
Zertifizierung Pflegeattraktiv
Die Zertifizierung „Pflegeattraktiv“ unterstützt uns dabei, eine hohe Pflegequalität mit einem attraktiven Arbeitsumfeld zu verbinden. Grundlage ist der Standard „Pflegeattraktiv“. Er bietet eine professionelle Methode, um den Herausforderungen eines sich wandelnden Gesundheitssystems zu begegnen.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Erwartungen der Mitarbeitenden ebenso wie die Bedürfnisse von Patientinnen, Patienten und Angehörigen. Durch festgelegte Qualitätskriterien können wir unsere Strukturen gezielt weiterentwickeln, unsere Attraktivität als Arbeitgeber stärken und die Pflegequalität nachhaltig verbessern.
Die Auszeichnung wird für eine gezielte Steuerung und kontinuierliche Weiterentwicklung der Qualität vergeben. Dafür werden konkrete Projekte umgesetzt, die den vorgegebenen Qualitätsanforderungen entsprechen.
Zertifizierung 2023 bis 2026
m Oktober 2023 wurde das AMEOS Klinikum Warendorf als erstes Krankenhaus in Deutschland nach dem Standard „Pflegeattraktiv“ zertifiziert. Im Rahmen der Zertifizierung wurden sechs Projekte auf den Weg gebracht und umgesetzt. Diese Projekte konnten im März 2026 erfolgreich abgeschlossen werden.

Besondere Auszeichnung:
Sonderpreis "Durchbruch des Jahres 2025"
Das AMEOS Klinikum Warendorf hat eine besondere Auszeichnung erhalten. Am 3. Juli 2025 nahm Pflegedirektorin Sigrid Krause in Teltow bei Berlin den Sonderpreis „Durchbruch des Jahres 2025“ entgegen. Verliehen wurde die Auszeichnung von der Pflegezert GmbH stellvertretend für alle Mitarbeitenden des AMEOS Klinikums Warendorf.
Die Ehrung würdigt das gemeinsame Engagement aller Beteiligten, besonders auch in herausfordernden Zeiten. Nach Einschätzung der Jury hat das AMEOS Klinikum Warendorf gezeigt, dass echter Wandel möglich ist, auch wenn die Rahmenbedingungen anspruchsvoll sind.
Mit der Umsetzung des Standards „Pflegeattraktiv“ wurde Haltung gezeigt. Der Standard wurde nicht nur eingeführt, sondern im Alltag gelebt: als Werkzeug des Miteinanders und als Grundlage für eine Kultur des Vertrauens.
Unsere Projekte 2026 bis 2029
Die Patientenversorgung und -zufriedenheit ist das primäre Ziel des Unternehmens. Dies ist wird durch eine zielgerichtete, vertrauensvolle Kommunikation zwischen den am Patienten arbeitenden Berufsgruppen und Abteilungen gefördert. Die Darstellung der verbindlichen Kommunikationsstrukturen wird über eine Kommunikationsmatrix erfolgen.
Der Entlassprozess beginnt bei der Aufnahme und endet mit der geordneten Entlassung nach Hause oder in eine nachsorgende Einrichtung. Der Entlassprozess wird individuell auf die Patienten abgestimmt, die ein Entlassmanagement benötigen. Dafür werden im Projekt die bestehenden Prozesse und Strukturen gesichtet und aufeinander abgestimmt. Der Schwerpunkt liegt auf der patientenorientierten Kommunikation.
Die Schaffung von Klarheiten bezüglich der Verantwortungsbereiche in der Pflege steigert die Eigenverantwortung im Bereich der fachlichen-, organisatorischen- und kommunikativen Kompetenz. Zudem wird die Position der Pflege im interprofessionellen Team durch ein klares Rollenverständnis einheitlich, auch bei Personalwechsel. Es entsteht ein gemeinsames Professionsverständnis im pflegerischen Team. Das gestärkte Professionsverständnis sorgt insgesamt für eine Erhöhung der Pflegequalität sowie Sicherheit der Patienten.
Im AMEOS Klinikum Warendorf werden Auszubildende verschiedener Herkunft, Altersgruppen und Bildungsbiografien ausgebildet. Die Begleitung der Auszubildenden erfolgt durch Praxisanleitende sowie die Mitarbeitenden der einzelnen Stationen. Dabei zeigen sich Herausforderungen, die eine strukturierte Weiterentwicklung der Praxisanleitung erforderlich machen. Vor diesem Hintergrund soll das Projekt „Fit für das AMEOS Klinikum Warendorf – Praxisanleitung für Azubis“ dazu beitragen, die Ausbildungsqualität zu optimieren, einheitliche Standards in der Praxisanleitung zu schaffen und die Integration der Auszubildenden nachhaltig zu fördern.
Mit Maßnahmen zu Gesundheitsförderung unterstützt der Arbeitgeber die Gesundheit der Mitarbeitenden. In diesem Projekt wird ein Konzept betrieblicher Gesundheitsförderung entwickelt und eingeführt. Alle Mitarbeitenden sollen die Möglichkeit haben Prävention mit Unterstützung des Arbeitgebers zu betreiben.
Das Projekt trägt dazu bei, Karriere- Entwicklungsmöglichkeiten in der Pflege sichtbar, nachvollziehbar und planbar zu machen. Mitarbeitende können gezielter gefördert, vorhandene Potenziale besser erkannt und berufliche Perspektiven innerhalb des Unternehmens gestärkt werden. Für die Mitarbeitenden entsteht ein transparenter Überblick über mögliche Entwicklungswege, Qualifikationsanforderungen und Perspektiven im AMEOS Klinikum Warendorf.
Unsere Projekte 2023 bis 2026
Auf den Stationen 6B und 3A finden jeden Morgen interprofessionelle Fallbesprechungen statt. Dabei wird jede Patientin und jeder Patient kurz besprochen: Wie war die Nacht? Was steht für den Tag an? Kann das geplante Entlassdatum eingehalten werden?
Die regelmäßige Abstimmung verbessert die Zusammenarbeit zwischen Pflege und ärztlichem Dienst. Informationsverluste werden reduziert, Abläufe werden klarer und die Zufriedenheit von Mitarbeitenden sowie Patientinnen und Patienten steigt. Langfristig soll die Fallbesprechung auf allen Stationen etabliert werden. Die Projektgruppe unterstützt dabei gerne.
In diesem Projekt wurden die Arbeitsprozesse im Stationsdienst neu beschrieben und auf den Stationen implementiert. Für den Früh- und Spätdienst ist eine Schichtkoordination festgelegt. Außerdem werden Anleitungsteams gebildet, die im Voraus geplant und im Dienstplan kenntlich gemacht werden.
Für Auszubildende und Pflegefachpersonen in Anerkennung wurden Begrüßungsmappen erstellt. Die Tätigkeitsprofile der verschiedenen Berufsgruppen im Pflegeteam wurden in den Teamsitzungen vorgestellt. Ziel ist eine klare Aufgabenverteilung entsprechend der jeweiligen Qualifikation.
Die Führungsgrundsätze werden regelmäßig in den Teamsitzungen vorgestellt und gemeinsam besprochen. So werden sie nicht nur als Leitlinie verstanden, sondern Schritt für Schritt in den Arbeitsalltag integriert.
Auch die Einarbeitung neuer Führungskräfte wurde neu strukturiert. Das Konzept umfasst theoretische Fortbildungen, Hospitationen und eine Einarbeitungscheckliste. Die Fortbildungen finden einmal monatlich für vier Stunden statt und stehen allen Führungskräften des AMEOS Klinikums Warendorf offen. Informationen zu den Inhalten erhalten Sie bei Frau Tiebing.
Auf der Pilotstation 4C wurde die Dienstplanung unter aktiver Einbeziehung der Mitarbeitenden eingeführt. Die Mitarbeitenden planen ihre Dienste eigenständig und gewinnen dadurch mehr Flexibilität und Selbstbestimmung.
Die Stationsleitung prüft abschließend die korrekte Besetzung der Dienste und nimmt bei Bedarf Anpassungen vor. Das Projekt entwickelt sich sehr positiv. Die Mitarbeitenden sind mit dieser Form der Dienstplanung sehr zufrieden. Weitere Stationen haben das Modell bereits übernommen.
Für den Umgang mit krankheitsbedingten Fehlzeiten wurde ein Konzept entwickelt und im Pflegedienst vorgestellt. Seit Juli 2025 werden erste Fehlzeitengespräche geführt.
Grundlage ist ein Stufenkonzept, nach dem Fürsorgegespräche mit Mitarbeitenden nach festgelegten Regeln durchgeführt werden. Ziel ist ein wertschätzender und strukturierter Umgang mit Fehlzeiten, der sowohl die Mitarbeitenden als auch die Teams im Blick behält.
Das Projekt „Station Weitblick“ setzt auf freies Denken, neue Ideen und das gemeinsame Ausprobieren. Ziel ist es, den Arbeitsbereich Pflege auf der Normalstation attraktiver zu gestalten und neue Mitarbeitende zu gewinnen.
Die Mitarbeitenden der Station 3A gestalten das Projekt aktiv und engagiert mit. Sie arbeiten an vielen kleinen Veränderungen, die Arbeitsprozesse verbessern und den Stationsalltag weiterentwickeln.
Rezertifizierung 2026
Im März 2026 ist das AMEOS Klinikum Warendorf in den Rezertifizierungsprozess gestartet. Zu Beginn wird eine Mitarbeitendenbefragung durchgeführt. Auf dieser Grundlage werden die neuen Projekte entwickelt.
Aktuell erarbeiten alle Projektgruppen ihre Projektbeschreibungen sowie die Maßnahmen- und Zeitpläne. Im Rahmen des Rezertifizierungsaudits werden diese durch eine externe Auditorin begutachtet.
