AMEOS Gruppe

Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Klinik.

Im Erkrankungsfall steht Ihnen ein kompetentes Team aus Ärztinnen und Ärzten und Pflegenden zur Verfügung, um einen optimalen Heilverlauf zu erzielen.

Wir behandeln jährlich ca. 1.800 stationäre Patientinnen und Patienten. Zusätzlich besteht eine enge Kooperation mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in der jährlich 300 unfallverletzte Kindern behandelt werden.

Schwerpunkte liegen in der Orthopädie, Endoprothetik, Knie- und Schulterchirurgie, der Wirbelsäulenbehandlung und in der Hand- und Fußchirurgie.

Wir sind außerdem für das berufsgenossenschaftliche Verletzungsartenverfahren, auch bei schweren Arbeitsunfällen, zugelassen.

In der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie erfolgte die Zertifizierung als Regionales Traumazentrum zur Behandlung von schwerverletzten Patientinnen und Patienten.

Unsere Klinik nimmt als Einrichtung des Akademischen Lehrkrankenhauses der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg an der Ausbildung von Medizinstudierenden teil.

Indikationssprechstunde Schulter 

  • Sprechzeiten: Montag 11:00 – 14:00 Uhr

D-Arzt-Sprechstunde

  • Ltd. OA M. Flach, Sprechzeiten:Dienstag, Mittwoch und Donnerstag:  14:00 – 15:30 Uhr

CA-Sprechstunde, Indikationssprechstunde Hüfte

  • Sprechzeiten: Dienstag: 11:00 – 14:00 Uhr

Indikationssprechstunde Wirbelsäule, Bandscheiben-Vorfall, Karpaltunnelsyndrom, Füße

  • Sprechzeiten: Donnerstag: 12:00 – 14:00 Uhr

Terminvergabe: 03473 97 4797

 

Leistungsspektrum

Jährlich werden im AMEOS Klinikum Aschersleben ca. 150 Kunstgelenke (Endoprothesen) implantiert.
Hierbei stehen modernste Implantate zur Verfügung. Auch Wechseloperationen, d.h. Austausch von nach Jahren gelockerten oder abgenutzten Endoprothesen, gehören zum Repertoire.


Folgende Methoden werden angeboten:

  • Hüftgelenksendoprothese mit / ohne Knochenzement 
    (hybrid)
  • Kniegelenksendoprothese / Ersatz der Kniescheibenrückfläche
  • Wechseloperationen bei Hüft- und Knieendoprothesen, bei 
    Lockerungen, Prothesenabnutzung, Entzündung, Infektion,
    Gelenkmobilisierung nach Endoprothesen-Operation
    Entfernung von Verkalkungen nach Hüftprothesen-Implantation
  • Ellbogenprothesen
  • Schulterprothesen
  • Eine moderne Schmerztherapie durch die Klinik für Anästhesie sorgt für einen 
    großen Komfort während des stationären Aufenthaltes und sichert eine frühe 
    Mobilisation nach der Operation

Verletzungen älterer Menschen stellen eine besondere Herausforderung dar: Neben der veränderten Knochenstruktur durch die Osteoporose bestehen umfangreiche Veränderungen der Struktur des Bewegungsapparates, insbesondere der Gelenke - infolge natürlicher Verschleißerscheinungen (Degeneration). Zusätzlich muss die medizinische Versorgung auch der veränderten Belastbarkeit des menschlichen Organismus durch Vorerkrankungen und einer im Alter verminderten Funktion vieler Organe und Organsysteme Rechnung tragen. Die Mobilisation und Wiederherstellung der Funktion mit dem Ziel des Erhaltes von Selbständigkeit und Lebensqualität stellen eine besondere Herausforderung dar.

Interdisziplinärer Austausch

Dieser Herausforderung begegnet die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie in einer interdisziplinären Herangehensweise: Gemeinsam mit den Fachabteilungen der Anästhesie/Intensivmedizin und der Inneren Medizin beurteilen wir die neben der Verletzung vorliegenden Erkrankungen und die Belastbarkeit der Patientinnen und Patienten, um eine bestmögliche Narkose, operative Versorgung und natürlich auch prä- und postoperative Behandlung zu ermöglichen.

Im Rahmen der operativen Versorgung bieten wir die operative Versorgung aller Verletzungen des Bewegungsapparates mit modernen Verfahren der Osteosynthese an. Dies schließt auch Verletzungen bei bereits einliegenden Prothesen oder Implantaten (periprothetische bzw. Periimplantat-Frakturen) ein. Im Falle nicht rekonstruierbarer Gelenkverletzungen oder aber vorbestehender degenerativer Veränderungen besteht die Möglichkeit der endoprothetischen Versorgung von Hüft-, Knie-, Schulter- und Ellbogengelenk. Die Therapie der Osteoporose erfolgt nach den Richtlinien des Dachverbandes Osteologie (DVO).

Minimalinvasive Verfahren

Einen besonderen Stellenwert nimmt die Versorgung osteoporotischer Wirbelsäulen- und Beckenfrakturen ein: Hier bietet die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie neben der konservativen Behandlung das Gesamtspektrum der operativen Versorgung an: Minimalinvasive Verfahren wie die Zementaugmentation von Wirbelkörpern und Kreuzbein (Kyphoplastie, Sakroplastie), aber auch die minimal-invasive perkutane Implantation von internen Fixateuren, weiterhin die Korrektur und Aufrichtung traumatisch, degenerativ und osteoporotisch bedingter Wirbelsäulendeformitäten, die Techniken des Wirbelkörperersatzes sowie die operative Versorgung des Beckenringes mit Fixateursystemen, Schrauben- und Plattenosteosynthesen kommen hierbei zum Einsatz.

Für die Mobilisation nach der Operation, die Wiedererlangung der Funktion mit dem Ziel des Erhaltes von Lebensqualität und Selbständigkeit besteht eine enge Zusammenarbeit mit der geriatrischen Rehabilitation.

Neben der akuten Traumatologie des Fußskelettes erfolgt auch die

  • Behandlung von chronischen Fußbeschwerden
  • Operationen bei Knochenbrüchen des Fußskelettes (Fersenbein,   
    Sprungbein, Mittelfuß, aber auch Zehenfrakturen)
  • Chronische Engpass-Syndrome/Tarsaltunnelsyndrom
  • Morbus Ledderhose
  • Korrigierende Eingriffe bei Zehenfehlstellungen (Hammerzehen, 
    Krallenzehen, Hallux valgus)

Zusätzlich zur Akutversorgung der unfallbedingten Verletzungen erfolgt die Behandlung von zahlreichen chronischen Erkrankungen.

Operationen bei

  • Verletzungen der Streck- oder Beugesehnen  der Hand oder Finger
  • Operationen bei Frakturen von Handwurzelknochen, Mittelhand oder Finger
  • Operationen bei Nerveneinengung (Karpaltunnelsyndrom)
  • Einengung des ulnaren Nerven in der Guyonschen Loge
  • Handgelenksarthrodesen
  • Ganglionentfernung
  • Morbus Dupuytren

Akute Verletzungen, aber auch chronische Unfallfolgen, können oft minimalinvasiv mit verschiedenen operativen Verfahren behandelt werden:

  • Kniegelenks-Arthroskopie (Spiegelung) Entfernung / Teilentfernung eines zerstörten Meniskus
  • Meniskusnaht bei frischen Verletzungen
  • Vordere Kreuzbandersatzplastik
  • Knorpelersatz-Operationen
  • Behandlung der Kniescheibenverrenkung mittels Sehnenplastik
  • Versetzung des Kniescheibenansatzes am Schienbein 
    (Medialisierung)

 

Sofortige Hilfe erfahren Sie bei akuten Erkrankungen / Verletzungen in unserer Notfallambulanz rund um die Uhr.

Hier erfolgt mit Unterstützung der Klinik für Radiologie eine zügige Diagnostik (Röntgen, Computertomografie, MRT) und die Entscheidung, ob eine stationäre oder ambulante Therapie indiziert ist.

Die Abteilung der Physiotherapie ist der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie angegliedert.

Bei Verletzungen und Erkrankungen von Wirbelsäule und Extremitäten ist sowohl bei der nichtoperativen als auch bei der operativen Behandlung eine physikalische Behandlung (Krankengymnastik, Mobilisation der Gelenke, Konditionierung/Kraftaufbau usw.) ein wesentlicher Bestandteil, um einen optimalen Behandlungserfolg zu erzielen.

Im Rahmen der Rheumachirurgie werden in unserem Hause folgende Operationsverfahren durchgeführt:

  • Operative Entfernung der Gelenkinnenhaut (Synovialektomie)
    sowohl offen-chirurgisch als auch minimalinvasiv arthroskopisch
  • Gelenkersatz bei schwerer rheumabedingter Gelenkzerstörung

Chronische Beschwerden bei zahlreichen Erkrankungen des Schultergelenkes können nach ausgeschöpfter konservativer Behandlung durch eine Operation gelindert oder beseitigt werden.
Auch verletzungsbedingte Veränderungen können schulterchirurgisch, oft minimalinvasiv, erfolgreich behandelt werden.

Folgende Verfahren werden angeboten:

  • Einsatz einer Schulterprothese bei Arthrose des 
    Schultergelenkes und bei Frakturen des Oberarmkopfes
  • Einsetzen einer inversen Schulterprothese bei Arthrose und
    gleichzeitiger Zerstörung der Rotatorenmanschette
  • Schultergelenks-Arthroskopie (Gelenkspiegelung)
  • Operation bei Schulterengpass-Syndrom (Impingement-
    Syndrom; Schleimbeutelentzündung)
  • Behandlung der Schultereckgelenksarthrose
  • Rekonstruktionen von Rissen der Schultersehnen
  • Operation der Kalkschulter
  • Operation bei akuter oder chronischer Schulter-Instabilität / oft
    wiederkehrende Schulterverrenkung
  • Stabilisierung des Schultereckgelenkes

Die operative sowie die konservative (nicht operative) Behandlung umfasst die Therapie aller Extremitätenabschnitte: Schultergelenk und Oberarm, Ellenbogengelenk und Unterarm, Handgelenk und Hand, Becken, Hüftgelenk und Oberschenkel, Unterschenkel, Sprunggelenk und Fuß

Technisch perfekt ausgerüstete OP-Säle mit modernsten Implantaten und Instrumenten sowie eine qualifizierte Ausbildung von Ärztinnen, Ärzten und Pflegenden sind Voraussetzung für eine bestmögliche Behandlung.

Arbeitsunfälle sind die Unfälle, die versicherte Personen infolge der versicherten Tätigkeit oder auf dem Weg von oder zum jeweiligen Ort erleiden. Hierzu gehören auch Schul- oder Sportunfälle.

Die Klinik ist für das berufsgenossenschaftliche Heilverfahren, d.h. für die Behandlung schwer arbeitsunfallverletzter Patientinnen und Patienten (Verletzungsartenverfahren) zugelassen.

Alle Unfälle werden durch zugelassene Durchgangsärztinnen und -ärzte begutachtet und behandelt.

Die  D-Ärztinnen und D-Ärzte übernehmen folgende Aufgaben:

  • Feststellung der medizinischen Diagnose und Ermittlung des Sachverhaltes
  • fachärztliche Erstversorgung
  • Erstellung des Durchgangsarztberichtes für den Unfallversicherungsträger
  • falls nötig Hinzuziehen von anderen Fachabteilungen
  • Entscheidung bzgl. der Weiterbehandlung (z. B. durch hausärztliche Praxis oder besondere Heilbehandlung)

Falls die ambulante Therapie in der hausärztlichen oder orthopädischen Fachpraxis keine ausreichende Schmerzlinderung bringt, ist nach Rücksprache mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten die Vorstellung in unserer Wirbelsäulen-Indikationssprechstunde zu jeder Zeit möglich.     

 

Moderne minimal-invasive Wirbelsäulenchirurgie: 

  • Die perkutane Kyphoplastie ist seit über 10 Jahren eine etablierte Methode zur Behand­lung von schmerzhaften osteoporoti­schen Sinterungsfrakturen der Wirbel­säule.
  • Die minimal-invasive dorsale Instrumentierung bei traumatisch geschädigter Wirbelsäule ist ein si­cheres und schonendes Verfahren.
  • Die in den USA  propagierte minimal-invasive Stabilisierung des Iliosakralgelenks zur Behandlung aller Schmerzen im unteren Rückenbereich ist heutzutage auch in Deutschland ein standarisiertes Verfahren.  
  • Die neue Generation von Instrumenten und Implantatoptionen ermöglicht es, ein bisher unerreichtes Spektrum an degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen zu behandeln.

 

Konservative Behandlungen:  

Die nicht-operative gezielte Schmerztherapie führen wir stationär durch. Die Dauer des stationären Aufenthaltes beträgt etwa 3-5 Tage. Ein optimaler Behandlungserfolg wird durch ein speziell für therapieresistente Rückenschmerzen zusammengestelltes, engmaschiges Behandlungskonzept erzielt. 

Zum Programm der stationären Schmerztherapie gehört eine ärztlich geleitete Physiotherapie und manuelle Therapie. Als begleitende muskelentspannende Maßnahmen können Elektrotherapie und Wärmepackungen angewendet werden. 

Die Injektionstherapie hat einen zentralen Stellenwert in der Behandlung. Nach den wurzelnahen Injektionen soll durch eine Stufenlagerung die Muskulatur entspannt und die Wirbelsäule entlastet werden.  

Die Auswahl sowie die Häufigkeit der einzelnen Maßnahmen richten sich nach der Schmerzausprägung und dem Krankheitsbild der Behandelten. Der Schwerpunkt liegt auf aktivierenden Therapien, während passive Maßnahmen nachrangig sind.

Adresse:
AMEOS Klinikum Aschersleben
Eislebener Strasse 7a
D-06449 Aschersleben
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