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Lenja Spieker

Digitale Transformation im Alltag: „Es war viel Teamgeist dabei“

Wie erlebt man digitale Transformation dort, wo sie ganz praktisch funktionieren muss – im Stationsalltag, im Team, unter Zeitdruck? Lenja Spieker kennt diesen Prozess aus nächster Nähe. Die 34-Jährige ist seit 2011 im Haus, absolvierte hier ihre Ausbildung in der Pflege, arbeitet heute als Stationsleitung auf einer zertifizierten Station für Borderline-Patientinnen und -Patienten und begleitete die Umstellung im Rahmen der Digitalisierung zusätzlich als Key Userin.

Skepsis, die sich in Zuversicht verwandelte

Mit Blick auf die Einführung erinnert sie sich an eine anfängliche Unsicherheit: „Am Anfang war ich schon ein bisschen gespannt, wie das alles laufen würde.“ Gerade Themen wie IT und Digitalisierung seien für viele im ersten Moment mit Skepsis verbunden. Umso wichtiger sei gewesen, wie der Prozess gestaltet wurde. „Ich hatte von Anfang an den Eindruck, dass wir Mitarbeitenden gut abgeholt wurden. Es wurde viel dafür getan, dass alle es verstehen und mitkommen können – unabhängig davon, wie vertraut jemand vorher schon mit digitalen Anwendungen war.“

Ein System, das alles zusammenführt

Im Arbeitsalltag zeigt sich der größte Unterschied für sie vor allem in der Übersichtlichkeit. Während früher Dokumentation, Medikamentenkurve und weitere Einträge auf verschiedene Medien verteilt waren, laufen heute viele Informationen zentral zusammen. „Das Arbeiten ist einfacher geworden, weil ich nicht mehr an mehreren Stellen suchen muss. Ich kann vieles direkt in einem Medium nachschauen.“ Gerade das empfindet sie als spürbare Entlastung. Auch die digitale Dokumentation selbst möchte sie nicht mehr missen: „Wenn ich daran denke, wie wir früher lange Gespräche handschriftlich dokumentiert haben, dann ist das heute eine echte Erleichterung. Und vor allem: Alles ist lesbar.“

Ganz ohne Herausforderungen verlief die Umstellung allerdings nicht. Besonders zu Beginn mussten neue Abläufe erst eingeübt werden,  und zwar über Berufsgruppen hinweg. „Es war nicht nur für die Pflege neu, sondern auch für andere Bereiche. Alle mussten neue Prozesse lernen, und wir waren dabei stark voneinander abhängig.“ Genau darin habe aber auch eine Stärke gelegen: im engen Austausch. „Wenn etwas unklar war, wurde direkt miteinander gesprochen. Das hat geholfen, Fehler zu vermeiden und Sicherheit zu gewinnen.“

Auch die Unterstützung von außen spielte dabei eine wichtige Rolle. Ansprechpartner aus der IT und vom Projektteam seien gut erreichbar gewesen und hätten schnell geholfen, wenn Fragen auftauchten. Für Lenja Spieker war das ein entscheidender Faktor dafür, dass die Einführung insgesamt gelungen ist.

Stolz auf das Team – und auf sich selbst

Besonders positiv blickt sie auf die gemeinsame Leistung ihres Teams. „Ich bin stolz darauf, wie wir das miteinander geschafft haben. Alle haben an einem Strang gezogen.“ Auch ihre Rolle als Key Userin verbindet sie mit einer positiven Erfahrung: „Ich war gern Ansprechpartnerin und fand es schön, die Kolleginnen und Kollegen in dieser Zeit begleiten zu können.“

Ihr Fazit zur digitalen Transformation fällt deshalb klar aus: Es sei eine intensive Zeit gewesen – mit Unsicherheiten, Lernprozessen und Belastungen, aber auch mit spürbarem Fortschritt. Oder, wie sie es selbst sagt: „Es war Stress dabei, Freude dabei und ganz viel Teamgeist. Genau das hat diese Zeit so besonders gemacht.“

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