Steffen Wagner
„Die Digitale Transformation brachte für die Netzwerkinfrastruktur zahlreiche Aufgaben mit sich, die oft im Hintergrund abliefen und dennoch eine zentrale Grundlage für das Gesamtprogramm bildeten.”
Am Anfang stand eine Herausforderung: WLAN in allen Klinika der AMEOS Gruppe. Was erstmal einfach klingt, bedeutet konkret für mich: Den WLAN-Bedarf in den AMEOS Klinika zu ermitteln, die Gebäude hinsichtlich der WLAN-Abdeckung zu vermessen und die Voraussetzungen für ein flächendeckendes WLAN zu schaffen. Anfangs lief nicht alles reibungslos, doch die enge Zusammenarbeit mit der IT-Abteilung – insbesondere mit Herrn Dr. Matzerath, der zu dem Zeitpunkt die KHZG-Projekte LAN/WLAN leitete – entwickelte sich schnell zu einem echten Erfolgsfaktor.
Einen Teil der Ausleuchtungen habe ich selbst vergeben und koordiniert. Auf dieser Basis konnten die umfangreichen Ausschreibungen für Planung und Umsetzung der WLAN-Netzwerkinfrastruktur vorbereitet werden – ein besonders arbeitsintensiver Abschnitt des Projekts. Die sorgfältige Definition der Leistungsbereiche und die Abstimmung zwischen den Fachbereichen waren entscheidend, um Prozesse effizient zu gestalten.
Die anfänglichen Kostenschätzungen lagen sehr hoch. Durch die gezielte Überprüfung der Leistungen, die Reduzierung einzelner Bereiche und eine strukturierte Vertragsgestaltung konnten die Auftragssummen deutlich gesenkt werden. Selbst mit zusätzlichen Leistungen, wie der Direktverkabelung des Patientenmanagementsystems in der Intensivstation und im OP-Bereich, lagen die finalen Gesamtkosten rund 44 % unter der ursprünglichen Prognose – hier hatten wir grosses Glück mit der Auswahl des ausführenden Unternehmens IT-Tekten GmbH, das sich als sehr verlässlicher Partner erwies.
Ein weiterer Erfolgsfaktor war die Entscheidung, die Leistungen zunächst nicht als förderfähige Massnahmen auszuschreiben. Dadurch konnten Zeit gespart und Abläufe vereinfacht werden. Gleichzeitig konnten die Planungsleistungen später dank Ausschreibung nach HOAI als förderfähig eingestuft werden (HOAI = Honorarordnung für Architekten und Ingenieure).
Die Arbeiten in der Intensivstation und im OP stellten eine besondere Herausforderung dar: Um den laufenden Klinikbetrieb nicht zu beeinträchtigen, mussten Teile der Massnahmen an Wochenenden und in Nachtschichten durchgeführt werden. Auch unter diesen Bedingungen konnte das Projekt termingerecht und effizient abgeschlossen werden – ein echtes Beispiel für Teamwork und Engagement.
Ein besonders schöner Abschluss war, dass am Ende jeder Go-live-Woche ein gemeinsames Abendessen mit allen Beteiligten stattfand. Ich hatte das Glück, selbst an einem Treffen in Bernburg teilnehmen zu können – ein schöner Moment, um den gemeinsamen Erfolg zu feiern und den Teamgeist hautnah zu erleben.
Steffen Wagner, Leiter Vergabe KH Bau & Technik